Auf ihrer, verhältnismäßig spärlich besuchten Pressekonferenz, verkündeten die Köpfe ihre Tour zu „Orten der Islamisierung“ heute doch durchführen zu wollen. Sah es erst so aus, als ob PRO Berlin von ihrer menschenverachtenden Sightseeing Tour absehen würden, so versuchten sie sich doch in ihrem Glück. Gegen 11.30 Uhr verkündete die PRO-Führung eine Kleinkundgebung vor der islamischen Boutique Hoor Al Ayn abhalten zu wollen.
Noch während die zehn Gestalten von PRO-Deutschland ihre Reise nach Neukölln antraten lief die Mobilisierung unter Berliner Antifaschist_innen per SMS-Ketten und über Social-Online-Networks an.
Die Kreuzritter vom Rhein und ihr Anhang wurde in Neukölln von einer großen Menge an Gegendemonstrant_innen, deren Anzahl im Laufe des Vormittags auf rund 200 Personen anwuchs, lautstark empfangen. Unter Parolen, „Buh“-Rufen, lauter Musik und dem Klang von „Lärminstrumenten“ (Kuhglocken etc.) musste der klägliche Haufen auch bald das Feld räumen. Sichtlich frustriert machten sich die PRO’s, unter Polizeischutz, wieder auf den Weg in ihre Parteizentrale nach Marzahn.

Vollkommen störungsfrei lief der Protest jedoch nicht ab. Ein Bürgerwehr-Deutscher trollte sich aus einer der angrenzenden Kneipen zum Lautsprecherwagen und versuchte die Musikanlage des Wagen durch das ziehen eines Kabels lahm zu legen.
Die Polizei, die derzeit eifrig damit beschäftigt war Demonstrat_innen rabiat umher zu schubsen und zu schlagen, war indes nicht bereit eine Anzeige gegen den rechten Störer aufzunehmen. Dieser äußerte sogar offen seine Sympathie für den rassistischen Müll der PRO-Demonstrant_innen.

Die Polizei drohte dem Anmelder der Kundgebung mit Zwangsmaßnahmen (Konfiszierung des Lautsprecherwagens), wenn er die Musik nicht leise drehen würde. Desweiteren erfolgte eine Anzeige seitens der Berliner Polizei gegen den Anmelder, da ihres Erachtens nach der Gegenprotest in der Flughafenstraße nicht den Bestand einer spontanen politischen Versammlung erfülle. Die Begründung:  ein Teil der Gegendemonstrant_innen sei (samt Lautsprecherwagen)  von der antifaschistischen Gegenkundgebung in Marzahn, den PRO-Anhängern nach Neukölln gefolgt.

Alles in allem können wir für die Aktionen gegen die angekündigte Rassisten-Safari der PRO-Deppen ein positives Fazit ziehen. Danke an alle die mit mobilisiert haben und auf zu so früher Stunde auf den Beinen waren.

Antifaschist_innen: möchten wir heute unbedingt einen „Besuch“ beim „Heinersdorfer Sommerfest“ in Pankow ans Herz legen, wo der Vorsitzende von „Die Freiheit“ eine Wahlkampfrede halten wird.
Infos zur Anreise: http://zusammenhandeln.blogsport.eu/2011/08/23/27-28-august-pro-deutschland-pressekonferenz-storen-%E2%80%93-pro-aufmarsch-blockieren/

Wir sehen uns am Sonntag, den 28. August auf der Straße, um den Aufmarsch von PRO-Deutschland in Berlin eine klare Abfuhr zu erteilen.

28. August 2011 | Ab 09.00 Uhr | Potsdamer Platz

Aktuelle Infos gibt’s hier:
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Arbeitskreis Antifa & Gymnastik
[Organisiert im „Zusammen handen! – Bündnis]