„Es muss endlich Schluss sein mit billiger populistischer Propaganda a la Sarrazin. Der Bundesinnenminister bastelt wider besseres Wissen weiter am Popanz des ‚Integrationsverweigerers‘. Man darf gespannt sein, welche Verschärfungen im Zuwanderungsrecht dann bald wieder die Folge sein sollen“, erklärt die Kampagne „Zusammen handeln“ Gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung!“ anlässlich der heute vorgestellten Ergebnisse der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“. Die Kampagne weiter:

„Kurz nach dem Staatsakt zum Gedenken an die Morde der neonazistischen Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ und angesichts der Mitverantwortung der herrschenden Politik und ihrer Behörden sowie der Veröffentlichung verschiedener Studien, wie „Deutsche Zustände“ oder „Die Mitte in der Krise“ klingt die Äußerung des Bundesinnenministers gegenüber der Bild-Zeitung „Deutschland achtet die Herkunft und kulturelle Identität seiner Zuwanderer“ wie der reinste Hohn. Hier soll ganz offenkundig vom eigenen Versagen auch in der Integrationspolitik abgelenkt und weiter Sündenböcke für gesamtgesellschaftliche Probleme und soziale Fehlentwicklungen konstruiert werden.  Dass sich ausgerechnet  der Bild-Zeitung die Studie vorab vorgelegen hat, ist bezeichnend. Schließlich tut sich dieses Blatt immer wieder mit dem Schüren und Verbreiten  rechtspopulistischer und rassistischer Vorurteilen hervor.

Wir fordern von der Bundesregierung endlich ein Ende rechtspopulistischer und rassistischer Hetze und ein glaubwürdiges, handlungsorientiertes Konzept gegen Nazis und Rassisten sowie soziale Ausgrenzung. Dies ist die einzige Option für ein friedliches, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Zusammenleben aller Menschen, nicht die politisch motivierte Ethnisierung und Kulturalisierung von gesamtgesellschaftlichen Problemen!