11.00 Uhr, Berlin-Rummelsburg, verlängerte Friedrich-Jacobs-Promenade, am Umriss der ehemaligen Kirche

Einweihung der drei Litfaßsäulen zum „Arbeits- und Bewahrungshaus Rummelsburg“ und zu den Naziverbrechen an den als so genannte „Asoziale“ gebrandmarkten, stigmatisierten, verfolgten, zwangssterilisierten und ermordeten Menschen am Rummelsburger Ufer.
Erstmals wird somit öffentlich an das Unrecht und die Naziverbrechen an sozial und rassistisch ausgegrenzten Menschen unter dem Stigma „asozial“ im Rahmen des Berliner Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“ erinnert. Davon betroffen waren Bettler/innen, Wanderer, Wohnungslose, Homo*Menschen, Sexarbeiter/innen, „Kleinkriminelle“, Alkoholkranke, Frauen mit Kindern verschiedener Väter, so genannte „Arbeitsscheue“, Fürsorgeempfänger/innen aber auch explizit rassistisch verfolgte Menschen wie Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma.
HauptrednerInnen sind die ZeitzeugInnen Ilse Heinrich und Rita Vowe, Tochter des ermordeten Sinti-Boxers Johann Rukeli Trollmann.